Mediatisierte Welten - ein Schwerpunktprogramm (SPP) der DFG

Das Schwerpunktprogramm 1505 Mediatisierte Welten ist ein von der DFG finanzierter Forschungszusammenhang, der auf der Basis eines Rahmenkonzepts verschiedene Forschungsprojekte vereinigt, die in Zusammenarbeit zu den damit angesprochenen Fragen forschen. Beginn des SPP war der 1. Oktober 2010. Während das Schwerpunktprogramm für sechs Jahre bewilligt ist, werden die Einzelprojekte zunächst zwei Jahre lang durchgeführt; sie können verlängert werden, in das Schwerpunktprogramm können nach zwei Jahren aber auch neue Einzelprojekte aufgenommen werden. 

Das Schwerpunktprogramm geht davon aus, dass Leben und Erfahrungen der Menschen zunehmend in und in Bezug zu mediatisierten Welten stattfinden. Mit diesem Begriff werden Handlungsfelder und Sozialwelten bezeichnet, in denen sich die relevanten Formen gesellschaftlicher Praktiken und kultureller Sinngebung untrennbar mit Medien verschränkt haben. Mediatisierte Welten konkretisieren sich in Öffentlichkeit und Politik, aber auch in Alltag, sozialen Beziehungen und Geschlechterverhältnissen, Erwerbsarbeit und Konsum, gesellschaftlichen Institutionen und Arbeitsorganisation. Der Begriff „Mediatisierung“ bezeichnet im deutschen, aber auch zunehmend im englischen und skandinavischen Wissenschaftsraum („mediatization“) einen ähnlich übergreifenden Entwicklungsprozess wie Globalisierung oder Individualisierung, nämlich die zunehmende Prägung von Kultur und Gesellschaft durch Medienkommunikation.

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